Safer Sniefen

Safer Sniefen – nasaler Drogengebrauch

Drogen können auf verschiedene Weise appliziert werden. Entweder werden _ Speed, Kokain oder Ketamin – meist durch die Nase gezogen. Andere Drogen – wie Haschisch – wird geraucht oder inzwischen oft auch verdampft. Und Heroin wird meist gesprizt.

Was ist beim “Naseziehen” zu beachten?

Beim nasalen Drogengebrauch – wie er beim Speed, Kokain oder beim Ketamin vorkommt – leiden nicht nur die Schleimhäute, es können auch Viren übertragen werden. Um die Übertragung von Hepatitis-, Herpes- und Erkältungsviren zu verhindern, sollte man einige Punkte unbedingt beachten.


Allgemeines zum Thema nasaler Drogengebrauch

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Beim Schnupfen diverser Substanzen steht die Schädigung von Schleimhäuten in Nase, Neben- und Stirnhöhlen sowie dem Rachen im Vordergrund. Deren Aufgabe ist es, die Atemluft zu reinigen, zu befeuchten und zu erwärmen. Durch den häufigen oder dauerhaften Konsum von Stimulantien können diese geschädigt werden und in der Folge kann es zu Entzündungen oder auch zu Infektionen kommen. Im schlimmsten Fall sind sie dann nicht mehr regenerationsfähig, wodurch ein Gefühl von dauerhaft verstopfter Nase entsteht.

Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, nach dem Konsum ein Nasenspray oder besser noch eine Nasendusche zu verwenden, um die nicht aufgenommenen Reste auszuspülen. Für unterwegs eignen sich dafür Kunststoffampullen mit isotoner Kochsalzlösung. Bei häufigem Konsum sollte die Nase regelmäßig mit Panthenol oder salzhaltigen Nasensalben oder ölhaltigen Nasensprays behandelt werden. So werden die Schleimhäute feucht gehalten und eine weitere Austrocknung wird verhindert.

Abschwellende Nasensprays allerdings sollten auf gar keinen Fall verwendet werden. Bei den Inhaltsstoffen handelt es sich um Aufputschmitteln verwandte Substanzen. Schon der alleinige Dauergebrauch dieser Nasensprays kann zu chronisch verstopfter Nase führen. Nimm deshalb lieber pflanzliche Schleimlöser oder solche mit ätherischen Ölen. Hast du Schmerzen oder dauerhafte Entzündungen mit Nasenbluten, suche einen Arzt auf!

Wenn man Drogen durch die Nase zieht sollte man:

So fein wie möglich hacken
Große Kristalle können die Nasenschleimhäute aufreißen, die Gefahr der Infizierung steigt.

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Keine Geldscheine benutzen
Geld ist dreckig, sondert Schwermetalle ab, überträgt Bakterien und beim Weitergeben oft auch Viren.

Scharfe Kanten meiden
Abgeschnittene Strohhalme und auch Kanten von normalem Papier können die Nasenwände schnell aufreißen. Daher vorsichtig und nicht so tief in die Nase fahren.

Eigenes Ziehrohr benutzen
Beim Teilen können auch Viren weitergegeben werden. Am besten eignet sich ein eigenes Röhrchen aus Gummi.

Nase pflegen
Schleimhäute freuen sich über regelmäßige Salzwasserspülungen, am besten mit einer Nasendusche.

Grundsätzlich gilt bei jedem Drogengebrauch:

Informieren vorm Konsumieren
Über Drogen kursiert viel Unsinn, deshalb sollte man sich nicht auf Halbwissen verlassen. Man kann sich auch schlau machen, z. B. bei erfahrenen Usern.

Antesten und vorsichtig dosieren
Die Qualität von illegalisierten Substanzen ist meist nicht überprüfbar. Drogen wirken bei jedem etwas anders. Die meisten Pulver sind gestreckt. Einige Pillen und Pulver enthalten gefährliche Zusätze oder andere Substanzen als erwartet.

Weiterführende Informationen

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