Jack Herer: Review zum Anbau und der Pflege des 50/50 Hybriden

Anzucht, Wachstum und Vorblüte, von Jack Herer

Die Grundlage für die Züchtung waren Regular-Samen von Sensi-Seeds. Zehn Samen wurden zur Keimung gebracht, von denen neun nach zwei Tagen auch ganz normal keimten. Die Samen wurden nach insgesamt vier Tagen in kleine Anzucht-Töpfe gesetzt, die mit guter Erde aus dem Growshop – ohne Zusätze von Düngemittel – befüllt wurden. Erde ohne Zusätze ist notwendig, da nur so die volle Kontrolle über die Zugabe von Dünger und anderen Zusatzstoffen gewährleistet werden kann. Außerdem wurde Dolomitkalk untergemischt, der dazu dient, den PH-Wert der Erde stabil zwischen 6 und 6,5 zu halten. Die Keimlinge wurden nun bis auf eine Wuchshöhe von etwa 30 cm gebracht und nach 21 Tagen in ihre regulären Töpfe gepflanzt, die 20 Liter fassen.

In dieser Phase des Wachstums war noch keine Einordnung in das männliche oder weibliche Geschlecht möglich, sodass nach etwa vier Wochen, also nach 28 Tagen, die Vorblüte eingeleitet wurde. Da ich ausschließlich ernten wollte und kein Interesse daran hatte, neue Samen zu produzieren, musste ich nach der Vorblüte die männlichen Pflanzen aussortieren.

Von den verbliebenen acht Pflanzen waren exakt vier Pflanzen männlich, die nun von den anderen getrennt werden mussten. Somit war das Verhältnis von männlichem und weiblichem Saatgut genau 50 %, was mich sehr gefreut hat.

Die Wachstumsphase der 50/50 Hybriden

Während der Wachstumsphase habe ich kontinuierlich – nach Herstellerangaben – mit Canna Terra Vega gedüngt. Dieser Dünger enthält sowohl Makro- als auch Spurenelemente, wie zum Beispiel Natrium (NA), Magnesium (Mg), Schwefel (S) und Zink, welche in dieser Kombination als Zusatzstoffe genau auf das Wachstum einer Cannabis-Pflanze in der Vegetativphase abgestimmt sind. Die Pflanzen haben während dieser Zeit kaum in merklicher Weise auffallende Gerüche gebildet.

Nach zehn Wochen leitete ich die Blütephase ein, indem ich das Licht von 18 auf 12 Stunden umgestellt habe. Die Pflanzen erhielten in dieser Phase des Blütewachstums jeden Tag Canna Terra Flores von mir. Dabei habe ich etwas mehr Dünger zugefügt, als es in den Angaben vom Hersteller gefordert wird. Blütendünger enthält ganz allgemein einen etwas höheren Phosphor- (P) und Kaliumanteil (K). Die Pflanzen haben in dieser Zeit ihres Wachstums noch einmal etwa 30 % an Höhe gewonnen, sodass die Pflanzen so ein überschaubares Höhenwachstum von 1,3 m Gesamthöhe erreichten.

Jack Herrer: Nach der Blüte

Nach neun Tagen der Blüte hat man schon deutlich die weißen Fäden an den oberen Enden der Stängel und in den Gelenken gesehen. Das Wachstum der Blüte konnte nun von Tag zu Tag beobachtet werden. Die Pflanze trieb kräftige Blüten an den Enden des Haupttriebs und der Stängeln, welche täglich kontinuierlich sowohl in die Höhe, als auch in die Breite wuchsen. Dabei blieben die Blüten fest und kompakt und waren sehr harzig. Hat man sie berührt, hatte man unweigerlich klebrige Finger.

Nach genau 63 Tagen der Blüte habe ich geerntet, nach dem ich fünf Tage ausschließlich mit Wasser gegossen hatte, um zu spülen.

Pro Pflanze konnte ich so gut 25-35 Gramm Marihuana-Blüten ernten. Die geernteten Blüten blieben auch nach dem Trocknen kompakt und fest, die Fäden in den Blüten verfärbten sich von weiß zu braun. Die Stängel haben sich in der Endblüte leicht braun verfärbt, genauso die unteren großen Blätter der Pflanze.

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Geruchsbildung und das High

Die Geruchsbildung war die ganze Zeit über sehr gering und gut zu kontrollieren. Die Pflanzen waren leicht zu kultivieren und haben auch mir, mit wenig Erfahrung im Cannabis-Anbau, keine Probleme bereitet.

Die Sorte Jack Herer produziert ein angenehmes High mit leicht psychedelischer Wirkung. Man bleibt aktiv und kommunikativ. Das Gras dieser Sorte bleibt im Kopf und regt leicht beflügelt die philosophische Seite der Persönlichkeit an. Es kratzt kaum und lässt sich sehr gut rauchen. Der Geruch ist angenehm und unaufdringlicher als der von anderen Hybriden.

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