Methylon

Methylon (3,4-Methylendioxy-N-methylcathinon) ist eine psychoaktive Substanz und gehört zu den Cathinon-Derivaten. Cathinon ist ein Amphetamin und zählt zu den Stimulantien. Es ist eines der Alkaloide aus dem Kathstrauch (Catha edulis).

Dosierung von Methylon

Dosierung für eine 75 kg schwere Person: 180– 250 mg oral, 50- 150 mg nasal. Methylon wird aber vorwiegend oral (als Flüssigkeit oder „Bombe“) eingenommen.

Nachweiszeiten für Methylon

akute Wirkdauer: 4 – 6 Stunden
Nachweisbarkeit im Blut: bis zu 24 Stunden
Nachweisbarkeit im Urin: 1-4 Tage (ph-abhängig)

Wirkung von Methylon

Die Wirkung kann als MDMA-ähnlich beschrieben werden: Zu Beginn überwiegen anregende Effekte (beschleunigter Herzschlag, Unruhe, Hitzewallungen, Schwitzen), die allerdings schnell nachlassen. UserInnen beschreiben ein angenehmes Wärmegefühl in Bauch, Nacken und Brust. Ein Gefühl der Zufriedenheit, ruhiger Euphorie, Gelassenheit und Entspannung wird häufig genannt. Die Gedanken bleiben klar, der Gedankenstrom wird nicht durch Abdriften und Beeinträchtigung der Kurzzeitgedächtnisses unterbrochen.

Kath
Kath

Bei sehr hoher Dosierung stehen die stimulierende Effekte im Vordergrund. Es kommt zu Unruhe, beschleunigtem Herzschlag, erhöhtem Blutdruck und starkem Zittern (Tremor) des gesamten Körpers. Darüber hinaus ist das Auftreten von Augenzittern (Nystagmus), Verkrampfungen der Kaumuskeln und Zuckungen der Gesichtsmuskeln wahrscheinlich.

Metyhlon wird immer öfter als Ersatz zu MDMA  angeboten und genutzt. Es unterscheidet sich in seiner molekularen Struktur nur geringfügig vom MDMA-Molekül. Durch diese molekulare Ähnlichkeit ist auch das Wirkungsspektrum analog zu dem des MDMA. Das heißt, Methylon ist ein Entaktogen und ein Emphatogen. Es öffnet innere Kanäle, fördert die Kommunikation, und macht euphorische Nebenwirkungen.

Methylon im Marquies-Reagenz-Test

Nebenwirkungen von Methylon

Zu den Nebenwirkungen von Methylon ist aufgrund mangelnder Langzeitstudien leider nichts bekannt. Aus diesem Grund gibt es auch keine verlässlichen Angaben zu Wechselwirkungen mit anderen Drogen bei Mischkonsum. Fest steht allerdings, dass beim Konsum anderer Psychostimulanzien wie Amphetamin, hohe Dosen Koffein, Kokain, oder bei der Einnahme von MAO-Hemmern es zu lebensbedrohlichem Situationen kommen kann. Beim Mischkonsum mit Medikamenten kann es zu mitunter gefährlichen Wechselwirkungen kommen. Auf keinen Fall sollte Methylon konsumiert werden, wenn die Person mit Antidepressiva, Dextromorphan (Hustenmedikament) oder Tramadol (Schmerzmittel) behandelt wird.
Es ist anzunehmen dass Methylon genau wie MDMA eine starke Belastung für Herz, Leber und Nieren darstellt

Therapie mit psychedelischen Substanzen

Therapie mit psychedelischen Substanzen
Therapie mit psychedelischen Substanzen

Henrik Jungaberle / Peter Gasser / Jan Weinhold / Rolf Verres:

Das vorliegende Buch ist Produkt eines interdisziplinären Dialogs zwischen Medizinern, Sozialwissenschaftlern und Psychotherapeuten.

Die Psychotherapie mit Halluzinogenen wie LSD und Entaktogenen wie MDMA (Ecstasy) findet nach einer Unterbrechung von drei Jahrzehnten wieder großes Interesse. In einem Zeitfenster von sechs Jahren war es in der Schweiz möglich, mit LSD und MDMA Psychotherapien durchzuführen und dabei wichtige Erfahrungen zu sammeln. Diese werden erstmals systematisch dargestellt und durch Beiträge namhafter Forscher und Therapeuten ergänzt. Das Buch informiert über Geschichte und State-of-the-Art Substanz-unterstützter Psychotherapie. Psycholytische und psychedelische Behandlungsansätze werden erläutert. Potenziale, Risiken und Nebenwirkungen werden bewertet. Die Autoren diskutieren die Relevanz dieser Therapieform für Medizin und Gesellschaft. Das Buch ist Produkt eines Dialogs zwischen Medizinern, Sozialwissenschaftlern und Psychotherapeuten.

422 Seiten

978-3456846064 (ISBN)

LSD-Psychotherapie

LSD-Psychotherapie
LSD-Psychotherapie

Stanislav Grof

Der Autor Stanislav Grof gibt einen Überblick über
die Geschichte der LSD-Therapie und ihre theoretischen Grundlagen. Er konzentriert sich dabei auf die praktischen Aspekte der von ihm entwickelten
therapeutischen Vorgehensweisen: die Vorbereitung des Patienten, die Methodik der Durchführung von Sitzungen, Indikationen und Gegenindikationen, die t
herapeutischen Resultate und das Problem von Nebenwirkungen und Komplikationen.

ISBN: 978-3-608-94017-6

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