Salvia divinorum

Salvia divinorum – psychoaktive Minze der Atzteken

Salvia divinorum oder auch “Wahrsagesalbei” ist eine hochpotente psychoaktive Minze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Salvinorin A ist der psychoaktive Wirkstoff der Salbeiart und gilt als das potenteste natürlich vorkommende Halluzinogen. Salvia Divinorum wurde von den

Salvia Divinorum

Mazatec Indianern entdeckt und von den Schamanen des Mazatec Stammes als heilige Medizin verwendet um eine Trance hervorzurufen. In dieser Trance kann man durch das Unterbewusstsein einer kranken Person reisen um so die Ursache seiner Krankheit zu finden.

Die psychoaktive Minze Salvia divinorum, oder das Wahrsager-Salbei, ist heimisch in dem Hochland des Bundesstaat Oaxaca in Mexiko, wo Mazatec-Schamanen es für medizinische Zwecke in heilenden Zeremonien benutzen. Traditionell werden die frischen Blätter gekaut oder gedrückt, um ein Getränk zu machen. Seit den späten 1990er Jahren hat sich die “Freizeit”- Verwendung von Salvia divinorum als pflanzliches Halluzinogen vor allem unter jungen Erwachsenen weltweit verbreitet.

(Bild rechts mit freundlicher Genehmigung von azarius)

Zur Dosierung von Savia Divinorum

Salvia Divinorum “kickt” sehr schnell, sehr intensiv und sehr kurz. 0,25-0,75 g getrocknete Blätter zerstoßen und in einer Rohr-oder Wasserpfeife geraucht, bieten tiefgreifende Halluzinationen und einzigartige “out-of-body”-Erfahrungen, welche etwa eine Minute und bis zu 15-20 Minuten anhalten.Diese Dosis ist vergleichbar mit der wirksamen oralen Dosis von etwa 100 µg (Mikrogramm) des halbsynthetischen LSD, oder des synthetischen DOB (4-Brom-3, 5 -dimethoxyphenylisopropylamine)
bei etwa 1000 µg.

Salvia Divinorum: das stärkste natürliche Halluzinogen

Die subjektiven Wirkungen sind qualitativ aber sehr verschieden: Salvia Divinorum ist das stärkste natürliche Halluzinogen. Da der psychoaktive Bestandteil Salvinorin A, am Opioid-Rezeptor wirkt, unterscheidet sich die Rauschqualität von der des LSDs. Der oben genannte Vergleich soll nur eine grobe Orientierung sein.

Bei hohen Dosen kann es zu ungewöhnlichen psychischen Effekten kommen. User berichten davon, das Gefühl zu haben, sich in ein Objekt zu verwandeln. Unerfahrene Personen können während des Rausches dem Trugschluss erliegen, dass die Welt in der bisher dagewesenen Form aufgehört hat zu existieren und sie wahnsinnig geworden sind. Die Droge wird von vielen Konsumierenden unterschätzt und als harmlos eingeordnet.

Um es ganz klar gesagt zu haben: diese Droge ist nur von sehr erfahrenen Psychonauten zu nehmen! Überhaupt dienen diese Substanzen ja eigentlich einem Schamanen bei seiner Arbeit. Jede andere Verwendung ist völlig nutzlos und belegt in diesem Fall die abgrundtiefe Unwissenheit des Verwenders. Meist trifft man sich später dann in der Psychiatrie wieder zum Gruppengespräch – dann, wenn man die eigene Sprache wieder neu entdeckt hat.

Salvinorin A: die psychoaktive Komponente in Salvia Divinorum

Das therapeutische Potential von Salvia Divinorum

In niedrigen, nicht-halluzinogenen Dosierungen dient es den mazatekischen Heilern bei der Behandlung diverser körperlicher Beschwerden. Nur in deutlich höheren Dosierungen dient es der Induktion eines Rauschzustandes mit lebhaften Visionen.

Die analgetischen und entzündungshemmenden Wirkungen des Salvinorin sind bei Forschern von besonderem Interesse. Es laufen intensive Forschungen, um das therapeutische Potential der strukturell Verwandten Opioid-Rezeptor-Agonisten oder-Antagonisten zu bestimmen.

Nebenwirkungen von Salvia Divinorum

Vorläufige Experimente zeigen eine geringe Toxizität von Salvia Divinorum aber keine Studie hat die akuten oder chronischen physiologische Nebenwirkungen von Salvia divinorum Blättern oder Extrakten untersucht.

Zubereitungen aus getrockneten Blättern sind oft mit Auszügen aus anderen Salbeiarten angereichert. Divinorum Blätter, sind weit verbreitet, reines Salvinorin A ist aber selten anzutreffen. Analysen von Salvia Blattproben enthalten, je nach Anbieter große Unterschiede im Salvinorin A-Gehalt (schwankt zwischen 0,13 bis 5,0 mg / g).

Eine Übersicht natürlicher psychoaktiver Substanzen

Psychoaktive Substanzen haben den neugierigen Geist der Schamanen, Wissenschaftler, Künstler und Laien seit der Antike fasziniert. Während des zwanzigsten Jahrhunderts wurde die chemische Zusammensetzung der wichtigsten psychoaktiven Drogen, wie Opium, Cannabis, Koka-und “Magic Mushrooms“, vollständig aufgeklärt.

Die Wirkungsweise der Hauptbestandteile hat sich auch auf molekularer Ebene entschlüsselt. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Verwendung von pflanzlichen Drogen, wie Kava, Kratom und Salvia divinorum, über ihre traditionelle geografische und kulturelle Grenzen hinweg ausgedehnt.


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