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PMA/PMMA – Paramethoxyamphetamin

PMA – gefährliches Ecstasy

Para-Methoxyamphetamin (PMA) und Para-Methoxymetamphetamin (PMMA) wurden in den letzten beiden Jahrzehnten in der Dance-Szene unter der Bezeichnung Ecstasy in Umlauf gebracht, wobei es meist statt MDMA verkauft wurde.Die Wirkung von PMA „kommt“ später als MDMA, weshalb oft nachgelegt wird. Bei gleicher Dosierung ist PMA/PMMA jedoch sehr viel toxischer als MDMA: Höhere Dosierungen verursachen einen sehr starken Anstieg des Blutdrucks und der Körpertemperatur. Eine Überdosierung kann sehr gefährlich sein und – unter Umständen zum Tode führen.

Siehe auch: Erfahrungsbericht zu Grünen Rolex und Chupa-Chups

Para-Methoxyamphetamin (PMA) und Para-Methoxymetamphetamin (PMMA) sind methoxylierte Phenyl-Etylaminderivate, kommen als beiges, weißes oder pinkes Pulver vor und haben keinen medizinischen Nutzen.

Da die zur chemischen Synthese notwendigen Vorläufersubstanzen nicht rigoros kontrolliert werden (PMA kann etwa über die Ausgangssubstanz Anisöl hergestellt werden), ist die Produktion von PMA einfacher und billiger als die Produktion der als Ecstasy bekannten Amphetaminderivate MDMA, MDA, MDE und MBDB. Außerdem werden für die Produktion von PMA andere Vorläufersubstanzen als für die Produktion von MDMA verwendet, und so muss angenommen werden, dass PMA/PMMA gezielt synthetisiert werden und nicht „zufällig“ bei der MDMA-Produktion entstehen.

PMA/PMMA sollte überhaupt nicht konsumiert werden! Da es allerdings immer wieder Menschen gibt, die trotz aller Warnhinweise sehr gefährliche Substanzen konsumieren, hier kurz die „Dosisangaben“ zu PMA/PMMA: für einen normalen, gesunden Mensch wird eine Dosis von 0,6 mg pro Kilogramm Körpergewicht angegeben. Das bedeutet, für eine Person die 70 kg wiegt, ergibt sich eine Dosis von 40 mg.

Bereits in den 70er Jahren und Mitte der 90er Jahre traten durch PMA-Tabletten verursachte Todesfälle in Australien, Kanada und den USA auf, wobei alle Betroffenen angenommen hatten, die Droge Ecstasy zu konsumieren. In Europa starben erstmals im Jahr 2000 in Deutschland, Dänemark und Norwegen vier Konsumenten, in Österreich ein 17-jähriger Kremser Jugendlicher an der Folge von PMA-Einnahme. Insgesamt sind im Jahr 2001 in den USA, Europa und Australien mehr als 20 Menschen an den Folgen des unbeabsichtigten PMA-/PMMA-Konsums gestorben. Alle Todesopfer starben an extrem erhöhter Körpertemperatur von bis zu 45 Grad und schweren inneren Blutungen. Alle Todesopfer glaubten, Ecstasy (MDMA) zu konsumieren, konsumierten aber mehrere PMA-Pillen.

Bis zum Januar 2009 sind in Europa in den letzten Jahren keine PMA-Warnungen bekannt geworden. Am 30.01.2009 warnte die Polizei Bremen vor als Ecstasy verkauften Pillen, die statt MDMA den Wirkstoff Paramethoxyamphetamin (PMA) enthielten. Die Pillen haben wie bei der von ChEck iT! am 04.07.2009 analysierten Pille weiße Farbe und keine Prägung.

Die PMA-Pillen, die in den Jahren 2000-2001 identifiziert worden waren, trugen unterschiedliche Logos, wie z. B. Mitsubishi, Superman, E, etc. auf. Einige der Tabletten wiesen eine sonst nicht so gebräuchliche zylindrische Form auf. Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahre muss davon ausgegangen werden, dass PMA und/oder PMMA auch in Tabletten mit anderen Logos und Bezeichnungen vorkommen können. Wie von ChEck iT! immer wieder hingewiesen wird, kann über Logo, Form, Farbe und Bezeichnung in keinem Fall auf etwaige Inhaltsstoffe geschlossen werden!

Ecstasy-übliche Dosierungen von PMA/PMMA (Para-Methoxymetamphetamin) können zum Tod führen

Während Todesfälle durch die als Ecstasy bekannten Amphetaminderivate MDMA, MDE, MDA und MBDB ausgesprochen selten sind – in Österreich ist seit 1990 nur ein einziger dokumentierter Todesfall bekannt – hat die jüngste Vergangenheit gezeigt, dass der Konsum von PMA sehr häufig mit dem Tod enden kann.

Alle an den PMA-Folgen verstorbenen Personen waren der Meinung, MDMA oder MDA – also Ecstasy – konsumiert zu haben. Trotz schwerer körperlicher Symptome, wie starke Überhitzung, suchte keine dieser Personen, oder Freunde der Betroffenen, rechtzeitig medizinische Hilfe, da sie Angst hatten, wegen Suchtmittelbesitzes angezeigt zu werden. Allen Betroffenen wurde letztendlich zum Verhängnis, dass sie nicht nur eine oder zwei Tabletten, sondern mehrere PMA-Tabletten in Folge konsumierten. Die Verstorbenen dürften also jeweils mehrere hundert Milligramm PMA konsumiert haben, eine Dosis, die mit dem Konsum von 3 – 4 durchschnittlich dosierten Ecstasy-Tabletten erreicht wird.

Todesfälle durch Überhitzung, innere Blutungen und Organversagen

Bei gleicher Dosierung ist PMA/PMMA jedoch sehr viel toxischer als MDMA: Nach dem Konsum größerer Mengen PMA/PMMA können Herzrhythmusstörungen und krampfhafte Anfälle auftreten. Höhere Dosierungen verursachen einen sehr starken Anstieg des Blutdrucks und der Körpertemperatur. Der Puls beginnt zu rasen, die Atmung wird schneller und gleichzeitig schwerer, die Augen bewegen sich sprunghaft, Muskelkrämpfe, Übelkeit und Erbrechen können auftreten. Bei einer Körpertemperatur über 40 Grad Celsius können Hirnzellen geschädigt werden, ab 42 Grad Celsius sind Bewusstlosigkeit und Koma keine Seltenheit. Aufgrund der hohen Körpertemperaturen werden innere Organe geschädigt und es kommt in der Folge zu inneren Blutungen in Magen und Darm, sowie zu Gehirnblutungen. Die Betroffenen fallen ins Koma und versterben durchschnittlich nach 6 – 24 Stunden an allgemeinem Organversagen. Über Langzeitfolgen nach chronischem Gebrauch von PMA/PMMA ist sehr wenig bekannt.

Die psychoaktiven Wirkungen von PMA/PMMA setzen langsamer und später ein als die erwarteten Effekte nach MDMA-Konsum und sind bei gleicher Dosierung auch schwächer ausgeprägt. Konsumenten vermuten daher, eine „schwach“ wirkende Ecstasy-Dosis konsumiert zu haben und nehmen oft weitere Tabletten ein, um die von ihnen erwünschte Ecstasy-Wirkung zu erleben.

Achtung: Tote nach Konsum von Supermann-Pillen, welche kein MDMA sondern PMMA enthielten!

Zwischen Weihnachten und Neujahr gab es mindesten 3 Tote nach dem Konsum von Supermann-Pillen in denen kein MDMA sondern PMMA enthalten war. Informationen zu den näheren Umständen findet ihr unter Schon vier Tote in England
Ähnliche Pillen waren schon im vergangenen Monat in den Niederlanden für vier Tote verantwortlich und in Irland sind im letzten Jahr acht Menschen nach dem Konsum von PMMA in „grünen Rolex“ vertsorben. Es ist naheliegend, dass die auch in Deutschland auftauchen oder schon im Umlauf sind.

Ein Erfahrungsbericht: PMMA in „rosa Supermännern“

Sehr sehr sauber gepresst, rosa, mit Rille. KEIN rot … rosa mit weißen Sprenklern drauf.

Anfänglich 1/2 gegeben. Keine Wirkung. Dann 4 Stunden später die andere Hälfte nachgelegt … ebenfalls nichts. Aber dann, nochmals 2 (!!!) Stunden später, hats mich richtig zerschossen: Tierische Schweißausbrüche, Beklemmungen, einfach nur noch hinsetzen und beruhigen. Innerlich ein Höllentrip (und ich kenne schon einiges) … und mit „hinsetzen“ meine ich keinen Einschlag, Leute. (!!!) Das Ding kam plötzlich, unerwartet und fern jeder gängigen Regel. Gleiche oder ziemlich ähnliche Erfahrungen auch bei Freunden und Bekannten. Das ganze ist jetzt vor knapp einer Woche passiert und ich hab immer noch was davon: 5 Tage später noch „Hirn-Stromschläge“, generell brennende Zunge, schmerzen im Hals und kräftige Schluckbeschwerden…

Leute … Finger weg, das „rosa Teil“ ist der letzte Dreck!

Erfahrungsbericht zu grünen Rolex mit PMA/PMMA (2013)

Die Pille ist größer als die Durchsnittspille und war hellgrün mit einer Rolex Prägung. Wie wir im nachhinein rausgefunden haben, hat es sich bei dem Inhaltsstoff um PMMA anstatt von MDMA gehandelt.

gruene Rolex
gruene Rolex XTC

Der Turn ist ein Indikator. Er kamm bei mir (halbes jahr Erfahrung) nach schon einer halben Stunde und war deutlich stärker als was wir normalerweiße konsumiert haben. (wir habend die grauen Schlagringe, Rote Ups, gelbe Kätzchen usw. schon konsumiert.) Bei meiner Freundin(3 Jahre Erfahrung) hat es nach einer Stunde geturnt. Der Turn ist überdurchschnittlich stark und man weis das irgendetwas nicht stimmt. Da ich der „schwächste“ innerhalb der Gruppe bin haben sich bei mir die Symptome am stärksten geäußert.

Symptome
Anfangs ist es ähnlich wie bei MDMA man spürt den Druck, diese mollige wärme und alles ist gut. Doch kurzer Zeit später verändert sich das. Nach weniger als einer Stunde war ich eine glühende Kohle die im Bett. Übelkeit kamm ebenfalls auf verebte jedoch kurze Zeit später. Fast gleichzeitig wurde ich „verbatscht“/verwirrt(ich bekam temporäre Gedächtnisstörungen, ich hatte zwar immer wieder klare Momente aber ich war auch zwischenzeitlich geistig nicht dabei). Dies hielt fast die gesamte Zeit an. Ich bekam zwischenzeitlich Einen grau/weißen Schleier vor dem Auge. dieser blieb bei mir für fast 45 Minuten, bei meiner Freundin dauerte er nur weniger als eine Minute an.

Wie wir es behandelt haben:
Da wir zuhause konsumiert haben konnten wir schnell reagieren. Da ich mich über die Hitze beschwert( Mir ist heiß/ oh Gott ist es heiß hier) habe, hat man mir ein Lauwarmes Bad(nicht kalt(da geht doch bitte niemand rein!)!) gemacht. Dieses kühlte mich innerhalb von einer halben Stunde ab. Wir saßen zu viert zusammen und das war von absoluter Wichtigkeit. Die anderen haben die „Stimmung“ gehalten weswegen ich nicht in ein Loch gefallen bin. (Tipp: Wie immer ist die Stimmung für die stärke der Symptome wirklich wichtig)

Während der Phasen in dennen ich „verbatscht“/verwirrt war:
Bei mir dauerten diese Phasen 30-60 Minuten an. Meine Kommentare waren oft random und ohne Inhalt zum Gesprächsthema. jedoch wichtige Sachen konnte ich immer irgendwie vermitteln( Mir ist Heiß/ oha, ich seh was) mir ist aufgefallen das ich während dieser phasen Informationen nicht behalten konnte. Deswegen haben wir kurzerhand einen Block und stift gehollt. und ich konnte Gedächnismemo( Stichpunkte zu Thema Gefühle Symptome) führen. am Ende einer Phase war es immer das gleiche. Es ist wie ein aufwachen auf einmal ist man wieder da, man weiß das man nicht weiß was in den letzten Minuten Thema war oder was passiert ist. Dies äußert sich bei mir nicht nur bei PMMA sondern auch bei MDMA ABER bei MDMA kommt das beim runterkommen bei PMMA kommt es viel zu früh und dauert viel zu lang an (Bei MDMA Häufigkeit/Dauer ca.: 2 mal a 15 Minuten; bei PMMA: 5(!)mal a 30-60 Minuten.)

Wir haben mir nach 3 Stunden Vitamin C gegeben (das aller heil Mittel beim Thema Drogen) und dann einfach aussitzen lassen. nach knapp 3 einhalb Stunden war ich am langsam runterkommen und alle Syptome fuhren zurück. Bei den anderen dauerte es noch eine weitere halbe Stunde an, bevor sie langsam runterkamen.

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